Freitag, 3. Februar 2012

Traurige Neuigkeiten und positives

Am vergangenen Dienstag hat uns die traurige Nachricht vom Tod unserer Maria Arellano ereilt. Sie kam nur selten ins Projekt, denn sie war krankheitlich sehr angeschlagen. Mit ihrem Mann wohnte sie unter schlimmen Umstaenden in einem Haus, deren Besitzerin zu allem Ueberfluss vor kurzem ein Ultimatum fuer die Raeumung gestellt hat. Eh schon stark laediert ist sie diesem Gesamtdruck- und stress dann erlegen.
Die Bestattung fand bereits statt, leider unter Anwesenheit sehr weniger Leute. Wir werden sie stets in guter Erinnerung bewahren!
Hier mit ihrem Mann zu sehen.

Willkommener sind die Neuigkeiten von unserer Baustelle, auf der gut was vorangeht. Ab und zu schau ich vorbei, was sich so tut. Der Fortschritt ist echt erfreulich.
 Das war noch am Samstagmorgen.

Und so schauts´s jetzt aus.
Das ganze Dach ist schon ab.
Und die neuen Zimmer nehmen auch schon gute Formen an.
Naechste Woche soll der Spass schon fertig sein und ich freu mich sehr auf das Ergebnis!

Themawechsel: Quimbolitos!
Es gibt essenstechnisch wirklich nicht viel, was daheim fehlt, aber die Quimbolitos gehoeren dazu. Umso mehr hab ich mich darueber gefreut, dass wir im Projekt letztens welche gemacht haben.
Wer der spanischen Sprache maechtig ist, kann sich hier eine Vorstellung machen, wie die Masse hergestellt wird. Ich hab das Rezept gleich festgehalten, damit ich immer wieder mal welche machen kann.

Aber letztendlich ist es nicht mehr, als einfach mit den ueblichen Backzutaten einen Teig zu mischen, den man dann in diese exotischen Blaetter einfuellt. 
Vorher muss man die Blaetter mit einer Kuechenwalze noch plattwalzen. Und das Geraeusch, das dabei entsteht: Jaaa! Das koennt ich echt den ganzen Tag machen, Blaetterwalzen.
Zum Schluss isst man aus einem zusammengefallteten Blatt so eine Art Kuchenmasse raus. Von den fertigen Quimbolitos hab ich nur kein Foto mehr gemacht, weil ich da mit Essen beschaeftigt war. :)

Uns werden immer wieder diverse Studenten ins Projekt geschickt und die Sportstudenten mischen das Haus auch immer gut auf. Wahnsinn, was die fuer gute Ideen haben, staendig faellt ihnen was neues ein.

Die Luftballons duerfen den Boden nicht beruehren!
Gestern brachten sie sogar das Fernsehen mit und ich wurde auch interviewt. Ueber den Schelln-Kienie hab ich sie gelobt, dass sie es immer schaffen, die ganze Menge zu begeistern und zu fordern, physisch und mental.
Was da immer gelacht wird, wenn die da sind.

Am Schluss ein paar wunderschoene suedamerikanische Landschaftseindruecke der letzten Wochenenden.
Cascadas de Peguche.
Laguna Cuicocha, ebenso benannt, weil jemand mal fand, dass die Inseln wie Meerschweinchen anmuten, "cuy" heisst auf Spanisch Meerschweinchen. Mhm, mit viel Fantasie...
Doch dieser Kratersee ist atemberaubend! Wenn es trueb und regnerisch ist, schaut er richtig verwunschen, geheimnisvoll, gespenstisch aus.
Mit dem Boot darauf unterwegs, den freien frischen Fahrtwind und die aequatoriale Sonne im Gesicht...

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