Dienstag, 3. Januar 2012

Heiligabend

Hallo! Nach einer Woche unterwegs und vielen Geschehnissen meld ich mich hier also wieder aus meinem Ibarra. Es ist tatsaechlich einiges passiert, so viel, dass ich dazu am besten verschiedene Eintraege mach. Ich beginn mit dem Vormittag des 24., an dem wir die Arbeiten in Juanas Haus schliesslich zu Ende bringen konnten.

Im Schlafzimmer mussten die Waende noch gestrichen werden.
Das haben wir gemacht und jetzt schaut die Sache so aus- hier also das fertig verbesserte Schlafzimmer.
 Zum Vergleich nochmal ein Foto von vorher.
  
Und nachher.
 
Einen tristen Rohbau mit eindringender Naesse konnten wir in ein wirkliches Zimmer verwandeln, trocken, mit richtigem ebenem Boden, zwei erhellenden Leuchtflaschen, einer neuen Lampe und weissen Waenden, die den Raum ebenfalls viel freundlicher machen. Was jetzt noch wichtig waer, ist ein richtiger Schrank, denn Juanas und Magdalenas (ihre Tochter) Habseligkeiten sind eher provisorisch in Kartons aufbewahrt. Ausserdem fehlen auf den zwei Betten Matratzen, es sind nur so Art Strohmatten vorhanden. Diesen Dingen muessen wir noch nachgehen; auch in vielen anderen Haeusern werden Moebel benoetigt. Ich hab schon mit einem Zimmerer gesprochen, der uns fuer eine Art Sammelbestellung einen guten Preis anbieten koennte.
Im Dach der Kueche wurde ebenfalls eine Leuchtflasche installiert und die Ziegelsteine wieder so angeordnet, dass keine Loecher mehr vorhanden sind.
Jetzt regnet es also auch hier nicht mehr hinein.
Bis auf Kleinigkeiten ist die Arbeit in diesem ersten Haus jetz somit erst einmal erfolgreich abgeschlossen!
Nach getaner Arbeit ging´s dann in die Weihnachtsfeierlichkeiten rein, angefangen mit einem Umzug durch die Stadt.
José und Maria, Maria auf einem Esel. Alles ganz authentisch.
Die heiligen drei Koenige waren auch vertreten, hoch zu Ross.
Dazu viele kleine Engel und Hirten.
Anschliessend fand ein Freilichtkrippenspiel statt, mit ansehnlicher Kulisse.
Uebrigens war das Christkindl in der Mitte ein echtes Baby.
Naechster Programmpunkt imWeihnachtsmarathon: Messe.
Wo man an einem normalen Sonntag unter Umstaenden keinen Sitzplatz bekommt, konnte man am Heiligabend froh sein, ueberhaupt in die Kirche reinzukommen und irgendwo einen Platz zum Stehen ergattern zu koennen. Ich konnte mich im vorderen Teil der Kirche hinquetschen.
Die stehende Menschenschar feierte dann aber mit grossem Temperament statt stiller nachdenklicher Besinnung, sang und klatsche, wenn auch leider zu Weihnachtsliedern vom Band und einem Kantor, der mit Intonation und Rhythmus Probleme hatte.
Spaeter dann zuhause grillten wir, Wuerschtl, Fleisch, dazu gab`s Reis und Kartoffeln. Im Anschluss wurde beschert. Wir machten so etwas aehnliches wie Wichteln. Schon Wochen vorher hatte jeder einen Zettel mit dem Namen eines Familienmitglieds gezogen, dem er etwas schenken muss, einen “Amigo Secreto”. Es kam also zur doppelten Ueberraschung, wegen der Aufloesung, wer wessen Partner ist und wegen der Geschenke an sich. Die waren meistens nichts riesengrosses, sondern eher von symbolischen Wert, vor allem auch die Geschenkuebergabe als Ritual an sich. Anstatt allgemeinem gleichzeitigem Stuerzen auf die Presente fand jeder Geschenkaustausch zeremoniell vor allen statt. Wir mussten viel lachen.
Ich bekam einen Schal und ein T-Shirt geschenkt.
Am naechsten Tag ging´s dann auch schon Richtung Costa- Fortsetzung folgt im naechsten Eintrag!






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen